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Was ist Homöopathie?

Homöopathie

Was heißt eigentlich Homöopathie:

Ähnliches mit Ähnlichem heilen.

Lateinisch: Similia similibus curentur.


Dies ist der zentrale Therapieansatz der Homöopathie. Konkret heißt das, ein Arzneimittel, das beim Gesunden bestimmte Reaktionen hervorrufen kann, heilt dieselben Symptome beim Kranken.

Die Homöopathie ist eine Reiz- und Regulationstherapie. Mit Hilfe des homöopathischen Mittels wird im Körper ein Reiz gesetzt, auf den der Organismus antworten muss. Diese Antwort hat zur Folge, dass die Regulationsmechanismen in Gang gesetzt, beschleunigt und optimiert werden, wenn sie vorher durch eine Krankheit in ihrer Effizienz beeinträchtigt wurden.

Das homöopathischen Mittel ist also auf ein reaktionsfähiges biologisches System angewiesen. Das Homöopaticum erzeugt selbst keine direkte Wirkung, es wirkt indirekt über die Aktivierung der Regelkreise des Körpers.

Homöopathie ist die Gabe eines Informationsträgers zur Herstellung der natürlichen Regelkreise im Körper.



Die Homöopathie bedient sich natürlicher Ausgangsstoffe zumeist aus dem Pflanzenreich, wobei hier vor allem Frischpflanzen verwendet werden. Viele einheimische und sehr bekannte Pflanzen finden in der Homöopathie Verwendung, wie z.B. der giftige blaue Eisenhut (=Aconitum), der häufig vorkommende Löwenzahn (=Taraxacum) oder die heute unter Naturschutz stehenden Pflanzen wie Arnika, Bergadonis, Küchenschelle u.ä., deren Beschaffung bereits viel Mühe bereitet. Aus dem Tierreich werden ebenfalls wertvolle Ausgangsstoffe gewonnen, wobei zum Teil ganze Tiere wie die Waldameise (Formica), die Honigbiene (Apis), aber auch Tierprodukte wie die Schlangengifte von Lachesis verwendet werden. Aus dem Mineralreich werden Metalle wie Gold (Aurum), Mineralien wie Quarz (Silicea) oder Schwefel (Sulfur) u.ä. verwendet.

Alle diese Ausgangsstoffe werden nach bestimmten Herstellungsvorschriften dem homöopathischen Arzneibuch entsprechend weiter verarbeitet.

Homöopathisch ist nicht automatisch gleich pflanzlich

Sehr oft wird der Begriff homöopathisch mit pflanzlich verwechselt. Man kann es kurz gefasst vielleicht so sagen: Viele Homöopathika sind pflanzlichen Ursprungs, aber pflanzlichen Präparate sind eben nicht automatisch Homöopathika. Dazu gehört wesentlich mehr, was in den folgenden Abschnitten zu finden ist.

 

Samuel Christian Hahnemann, der Begründer der HomöopathieSamuel Christian Hahnemann

1796 erschien in einer der renommiertesten deutschen Medizinzeitschriften ein Aufsatz des sächsischen Arztes Samuel Hahnemann (1755-1843) unter dem Titel "Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen nebst einigen Blicken auf die bisherigen". Hahnemann, der sich als Arzt und Pharmazeut bereits einen Namen gemacht hatte, entwickelte in diesem Aufsatz die Grundzüge der sogenannten Ähnlichkeitsregel

"Similia Similibus Curentur".

Als Samuel Hahnemann am Ende des 18. Jahrhunderts die Homöopathie entwickelte, war die Medizin von ihrem heutigen Wissensstand noch weit entfernt. Ohne viel von den Ursachen der Krankheiten zu verstehen, quälten die Ärzte ihre Patienten mit Aderlassen, Klistieren und gewaltigen Mengen häufig giftiger Medikamente. Bevor Hahnemann das Simile-Prinzip entdeckte, zeigten ihm seine ersten praktischen Erfahrungen als junger Arzt, wie wenig er mit der herkömmlichen Medizin ausrichten konnte.

Durch seine zahlreichen Publikationen und Übersetzungen wissenschaftlicher Werke gewann Hahnemann Anerkennung in medizinischen Fachkreisen. In den folgenden Jahrzehnten erforschte und dokumentierte er akribisch die Wirkungen der Arzneimittel. Bei diesen Arzneimittelprüfungen wurde Hahnemann von seiner Familie und seinen Schülern unterstützt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen waren die Grundlage für sein zuerst 1810 veröffentlichtes "Organon der rationalen Heilkunde", das ein Standardwerk für homöopathische Ärzte geblieben ist. Bei seinen Forschungen erkannte Hahnemann später, dass kleinste Arzneigaben oftmals eine viel stärkere Wirkung besaßen als große. Aus diesen Beobachtungen entwickelte er das Prinzip der potenzierten, durch Verdünnung wirksamen Heilmittel, das bis heute in der homöopathischen Therapie angewandt wird.

Als im Jahre 1831 die erste große Cholera-Epidemie in Europa ausbrach, standen die damaligen Ärzte dieser Katastrophe machtlos gegenüber. Die herkömmlichen Therapien mit Aderlassen und Abführmitteln gefährdeten die Patienten mehr als sie ihnen halfen. Die homöopathische Cholera-Behandlung dagegen erzielte beachtliche Erfolge; dies verschaffte der neuen Heilkunde Ansehen in der Bevölkerung und half ihr bei der Überwindung bürokratischer Hindernisse und Verbote.

Hahnemann stellte fest, dass bei Einnahme von China-Rinde in gesundem Zustand Anfälle von Wechselfieber auftreten, während China-Rinde bei Erkrankung an Wechselfieber als Arznei eingesetzt wird. Auf diese Art wurden zahlreiche pflanzliche, mineralische und tierische Stoffe in Versuchen an Gesunden auf ihre Wirkung geprüft und beschrieben.

Hahnemann hatte 1790 durch einen Selbstversuch mit Chinarinde diese Erscheinungen untersucht. Nach der Einnahme einer bestimmten Menge wurde er krank und bekam malariaähnliche Symptome. Daraufhin sammelte er eine Gruppe Freiwilliger und prüfte über Jahre viele Stoffe, wobei er die auftretenden Symptome notierte. Somit sind die Homöopathika die mit am meisten durch Langzeitversuche am Menschen untersuchten Arzneimittel. Es entstanden die Arzneimittelbilder, die die Wirkungen der ausgesuchten Stoffe auf den menschlichen Organismus aufzeigten.

In weiteren langjährigen Experimenten stellte er fest, dass nur derjenige Stoff in der Lage ist, später in seiner potenzierten Form kranke Menschen zu heilen, deren Krankheitsbild dem Symptombild ähnlich ist. Ein bestimmter Kopfschmerz kann somit nur von einem Mittel geheilt werden, welches am Gesunden einen ähnlichen Kopfschmerz erzeugen kann.

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